Software-Ergonomie

Stammvorlesung (4 VL + 2 Ü)

Software-Ergonomie ist die Wissenschaft, die sich mit der menschengerechten Gestaltung interaktiver Programmsysteme im Rahmen computergestützter Arbeit und mit der Benutzerfreundlichkeit der DV-Systeme befaßt. In der Software-Ergonomie fließen Erkenntnisse aus der Psychologie (Wahrnehmung, Problemlösefähigkeiten, Lernen), der Arbeitswissenschaften (Handlungsregulation, Belastung, Qualifikation, Arbeitszufiedenheit, Arbeitsorganisation) und der Informatik (hardware- und softwaretechnische Möglichkeiten, Software-Engineering-Verfahren) zusammen, um daraus systematisch Gestaltungsziele für aufgabenangemessene und benutzergerechte Mensch-Computer-Arbeitssysteme zu entwickeln. Entsprechend den unterschiedlichen zugrundeliegenden Wissenschaftsbereichen reichen dabei die Methoden der Software-Ergonomie von experimentellen Laboruntersuchungen über empirische Feldstudien bis hin zur Ableitung von Gestaltungsprinzipien aus Modellen und Theorien.

Drei Gestaltungsfelder sind im Rahmen von Software-Ergonomie bedeutsam: das Arbeitssystem, das Dialogverhalten und das Ein-/ Ausgabeverhalten der DV-Systeme. Sie bestimmen die Benutzungsoberfläche als für den Benutzer sichtbaren Teil der Benutzerschnittstelle eines interaktiven systems. Ein weiteres Arbeitsgebiet ist die Methoden- und Werkzeugentwicklung zur Implementierung von Benutzerschnittstellen.

In der Vorlesung werden die methodischen Grundlagen aus den Bereichen der Informatik, der Psychologie und den Arbeits- und Organisationswissenschaften präsentiert und die Methoden, Normen, Richtlinien und Verfahren einschließlich der zugehörigen Werkzeuge zur Gestaltung und Evaluation von Benutzungsoberflächen vermittelt.

Voraussetzung ist die Stammvorlesung Generative Graphische Datenverarbeitung, da dort die technischen Grundlagen für interaktive Computer Graphics und die Darstellungsverfahren behandelt werden.

Material zur Vorlesung im WS 1999/2000

Material zur Vorlesung im WS 1998/1999

Material zur Vorlesung im WS 1997/1998

Material zur Vorlesung im WS 1996/1997


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