Medienunterstütztes Studium der Informatik
Abteilung Computer Graphics & Human-Computer Interaction Fachbereich Informatik der Universität Oldenburg

Arbeitsbereich "Entwicklung von Informatik-Lernsoftware"

Verbesserung der Lehre durch interaktive Lernsoftware

Das Ziel der Aktivitäten im Arbeitsbereich "Entwicklung von Informatik-Lernsoftware" ist die Verbesserung der Qualität der Lehre durch webbasierte Lernsoftware zur Ergänzung von Vorlesungen und zugehörigen Übungen. Daraus leiten sich folgende Anforderungen an die zu entwickelnden Lernprogramme ab.

Anforderungen an die Lernsoftware

Die Lernprogramme sollen...
  • trockenen Stoff lebendig machen. Der Studierende soll selbst mit dynamischen Systemen arbeiten können. Dazu kann er z.B. Modelle aufbauen und simulieren.
  • den Prinzipien des selbstorganisierten, offenen Lernens folgen.
  • einen erklärendenden Text (tutorielle Komponente), und interaktive Teile (Applets) enthalten.
  • unabhängig von Zeit und Ort den Studierenden und Dozenten zur Verfügung stehen.

Wo es sinnvoll ist, sollen den Studierenden im Lernprogramm Aufgaben angeboten werden. Das Lernprogramm soll dabei die Möglichkeiten moderner grafischer Benutzungsoberflächen nutzen. Das Modell (z.B. Querschnitt eines Transistors oder Datenstruktur eines Algorithmus) wird visuell dargestellt. Die Studierenden arbeiten mit direkter Interaktion auf dem Modell, um die Aufgabe zu lösen. Die Veränderung des Modells wird visuell und textlich dargestellt.

Weitere Informationen finden Sie im Katalog der im Projekt entstandenen Lernprogramme.

Vorteile des Mediums Lernsoftware bei dynamischen Modellen

Ein Hauptaugenmerk unserer Arbeit ist auf die Teile von Vorlesungsstoffen gerichtet, bei denen ein Dozent das Verständnis für abstrakte dynamische Modelle, schwierige reale oder erdachte Vorgänge oder Abläufe von Algorithmen vermitteln will. Die herkömmlichen frontalen Lehrveranstaltungen sind dazu wenig geeignet. Tafel, Kreide und Tageslichtprojektor sind schlechte Medien für die Präsentation von dynamischen Systemen. Dagegen erlauben interaktive Lernprogramme die Simulation solcher Systeme - sowohl in der Vorlesung mit einem Datenprojektor als Präsentationshilfe wie in der von Studierenden selbst organisierten Lernsituation an einem Computersystem der Universität oder zu Hause am eigenen Rechner. Auch die Entwicklung eigener dynamischer Modelle zwecks Exploration eines Stoffgebiets wird dadurch möglich.

Ansprechpartner: Dipl. Inf. N. Faltin



Letzte Änderung 10.4.2000
Nils Faltin
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